(Liste wird Aktualisiert, aber alle Medikamente können hier nicht erwähnt werden.....)

 Tavor®

Wirkstoff: Lorazepam (Benzodiazepin)

Handelsnamen: Laubeel, Pro Dorm, Duralozam, Temesta, Merlit, Lorazepam-neuraxpharm, Ativan

Einsatzgebiete: Angstzustände 

Angeblich bei einigen Patienten euphorisierende Wirkung. Ansonsten normales, mittellang-wirkendes Benzodiazepin.

Lorazepam wurde 1963 von American Home Products (heutiger Name: Wyeth) patentiert und ist unter dem Markennamen Tavor® und als Generikum im Handel. Lorazepam ist als verkehrsfähiger und verschreibungsfähiger Stoff im BtmG 1981 Anlage III (zu § 1 Absatz 1) gelistet.

Der wohl prominenteste mit diesem Wirkstoff behandelte Patient im deutschsprachigen Raum dürfte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel sein, der am 11. Oktober 1987 in einem Genfer Hotel tot aufgefunden wurde. Sein täglicher Konsum betrug zuletzt durchschnittlich 10,4 mg.[7]

2005 wurden in Deutschland über 1 Millionen Packungen Tavor® verordnet. Es stand damit auf Platz 4 der meistverordneten Psychopharmaka.[

Nachteile
Lorazepam kann, wie andere Benzodiazepine, psychisch und/oder physisch abhängig machen. Entzugserscheinungen, ähnlich im Auftreten wie die von Alkohol, Barbituraten und Heroin wurden nach abrupter Einstellung beobachtet, und deshalb ist eine schrittweise Absetzung über einen Zeitraum von Wochen oder Monaten, abhängig von der Zeit, in der es eingenommen wurde, sowie der Dosierung, empfohlen.

Die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs, der Abhängigkeit und der Entzugserscheinungen ist bei Lorazepam wesentlich höher als bei anderen Benzodiazepinen wegen seiner kurzen Halbwertszeit, höheren Potenz und stärkeren Bindung an den GABA-Rezeptor-Komplex. In diesem Zusammenhang verhält es sich wie Alprazolam (kurze Halbwertzeit und hohe Potenz) und Clonazepam (lange Halbwertzeit und hohe Potenz). Alprazolam besitzt jedoch im Gegensatz zu Lorazepam zumindest einen wirksamen Metaboliten, wodurch der Benutzer die Beendigung der Wirkdauer des Wirkstoffes als weniger unangenehm empfindet und damit die Koppelung zwischen Medikament und Patient weniger stark ausgeprägt ist. Dies führt zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit von psychischer Abhängigkeit.

Eine Langzeittherapie kann zu kognitiven Defiziten führen, ist bei Behandlungsabbruch jedoch reversibel.

Lorazepam kann, falls bei Schwangerschaft eingenommen, unter Umständen das ungeborene Kind schädigen, doch wurde das selten beobachtet. Nahe dem Geburtszeitpunkt verabreicht, kann Lorazepam beim Säugling eine Myotone Dystrophie und Entzugserscheinungen auslösen.

In einigen Fällen können Benzodiazepine paradoxe Effekte auslösen, wie gesteigerten Antrieb und Aggression. Einige Ärzte denken, diese Effekte könnten durch eine Enthemmung ausgelöst werden und deshalb bei Patienten, die aufgrund von vorher existierenden Persönlichkeitsstörungen möglicherweise unter dem Durchschnitt der Enthemmung liegen, häufiger auftreten. Paradoxe Effekte werden besonders häufig während einer Anwendung bei Manie und Schizophrenie beobachtet.

Die tägliche Dosis variiert stark.

Katatonie mit der Unfähigkeit zu sprechen, spricht auf Lorazepam oral oder langsam intravenös injiziert an. Die Katatonie kann wiederkehren, und eine Behandlung über ein paar Tage könnte notwendig sein. Mitunter wird Haloperidol begleitend verabreicht.

Die Kontrolle von status epilepticus benötigt langsame intravenöse Injektionen. Patienten sollten genauestens ob des Auftretens von Atemnot und hypotonen Auswirkungen beobachtet werden.

In jedem Fall muss die Dosierung auf jeden Patienten individuell erfolgen, speziell bei älteren und geschwächten Patienten, bei denen die Gefahr größer ist, den Patienten zu stark zu sedieren. Die Sicherheit und Effektivität von Lorazepam bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht gut erforscht, es wird jedoch benutzt, um aufeinanderfolgende Krampfanfälle zu behandeln.
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Insidon

Wirkstoff: Opipramol

 Einsatzgebiete: Angst, Depressionen

 Anmerkungen: Ein Beispiel dafür, daß ein gutes Marketing wichtiger sein kann als wissenschaftliche Erkentnisse. Obwohl viele anerkannte Psychiater die Wirkung von Insidon bezweifeln ist die Hoffnung einen Tranquilizer mit antidepressiver Wirkung verordnen zu können so groß, daß es einer der beliebtesten Psychopharmaka in der ärztlichen Praxis ist. Bemerkenswert ist, daß Opipramol in den USA überhaupt nicht eingesetzt wird.
Seit 1999 ist Insidon das am häufigsten verordnete Psychopharmakon in Deutschland! Trotzdem gibt es nur sehr wenige neue Studien um die Wirksamkeit von Opipramol zu belegen.

Insidon wurde 1963 als Mittel gegen vegetative Dystonie auf den Markt gebracht.

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Risperdal

Wirkstoff: Risperidon (atypisches Neuroleptikum)

 Einsatzgebiet: Schizophrenien

 
Anmerkungen: Das erste neue "atypische" Neuroleptikum wurde 1994 von der Pharmafirma Janssen auf den amerikanischen Markt gebracht. Die Behandlungskosten für einen Monat betrugen 240 Dollar (30 mal soviel wie für das damals in den USA noch häufig eingesetzte Chlorpromazin). Risperdal soll angeblich, bei deutlich weniger Nebenwirkungen als Haldol, genauso wirksam sein. Der hohe Preis der atypischen Neuroleptika wird von den Pharmafirmen als Marketinginstrument genutzt. Die Ärzte werden aufgefordert für ihre Patienten bei den Krankenkassen um die Bezahlung zu kämpfen. Einige Jahre nach der Einführung von Risperdal wurde es in der Beliebtheit bei der Schizophrenie Therapie von Zyprexa (Olanzapine) abgelöst.
2002 wurde Risperidon unter der Bezeichnung Risperdal CONSTA als erstes atypisches Depot-Neuroleptikum auf den Markt gebracht. 2007 folgte eine Tablette mit verlängerter Wirkdauer (Paliperidon).

In dem Buch "Mad in America" beschreibt der Medizinjournalist Robert Whitaker die fragwürdigen Umstände die zur Zulassung von Risperdal führten.


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Zyprexa

Wirkstoff: Olanzapin andere

 Einsatzgebiete: Schizophrenie, manisch-depressive Erkrankung (bipolar)

Anmerkungen: Nach Risperdal das zweite, neue atypisches Neuroleptikum auf dem deutschen Markt. Angeblich weniger Nebenwirkungen (nach der Einführung wurde über erhöhtes Diabetes- und Schlaganfallrisiko, starke Gewichtszunahme und Haarausfall berichtet), aber deutlich teurer als die "alten" Neuroleptika.
In einer Liste der umsatzstärksten Medikamente der Welt (Focus, 10.3.2003) lag Zyprexa auf Platz 5.


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Atosil

Wirkstoff: Promethazin

 Einsatzgebiete: Unruhe, Schlafstörungen

 
Anmerkungen: Promethazin wurde 1944/1947(?) als das erste antihistaminerge Phenothiazin synthetisiert. Französische Forscher erkannten die hypnotischen, schmerzlindernden und temperatursenkenden Effekte der Substanz. Durch einige Veränderungen des Moleküls entstand einige Jahre später das Chlorpromazin.
Unklar ist ob Atosil antipsychotische Eigenschaften hat:

"Promethazin hat keine antipsychotischen Eigenschaften" 

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Diazepam-ratiopharm

Wirkstoff: Diazepam

Einsatzgebiete: "Beruhigung", Schlafstörungen, Muskelrelaxion



Geschichte: Schon immer war der Mensch auf der Suche nach Substanzen die eine beruhigende Wirkung haben. So waren Alkohol und Opium bereits im Altertum verbreitet. Als Nachfolger von Meprobamat (Miltaun) und dem ersten Benzodiazepin Chlordiazepoxid (Librium) kam 1963 Valium auf den Markt. Es war schnell das am meisten verordnete Medikament der Welt. In den 70er und 80er Jahren stand Valium als Synonym für Psychopharmaka die abhängig machen und zu einer "Verdummung" der Bevölkerung führen.
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Dipiperon

Wirkstoff: Pipamperon


Schwaches bis mittelstarkes Neuroleptikum das vor allem beruhigend und schlafanstoßend wirkt. Einsatzgebiete ähnlich wie bei Eunerpan. Der Psychopharmaka-Historiker David Healy sieht Dipiperon als wichtigen Vorläufer zu Risperdal an.

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Saroten

Wirkstoff: Amitriptylin (trizyklisches Antidepressivum)

 Einsatzgebiete: Depressionen, Schlafstörungen


Anmerkungen: Neben dem Imipramin (1957 von R. Kuhn als erste Substanz dieser Art entdeckt) der Klassiker unter den Antidepressiva. Seit der Markteinführung 1962 eines der beliebtesten Psychopharmaka.
Früher wurde nur eine Wirkung bei endogenen/schweren Depressionen angenommen (Wirkungseintritt erst nach mehreren Wochen). Heute werden auch "neurotische" Depressionen mit Amitriptylin behandelt.

Über die konkreten Erfolge der Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva gibt es in den meisten Lehrbüchern nur wenig Angaben. Es scheint jedoch eine größere Zahl von Non-Respondern zu geben. Diesen wird unter anderem eine "Infusions-Therapie" mit Amitriptylin empfohlen.

Limbatril (Kombination von Amitriptylin mit Chlordiazepoxid) war früher eines der meistverkauften Psychopharmaka.

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Antidepressiva


Als "Antidepressiva",

 bezeichnet man heute eine Gruppe von unterschiedlichen Medikamenten deren Ursprung in den 1950er Jahren liegt. Der Schweizer Psychiater Roland Kuhn berichtete 1957 über eine "antidepressive" Wirkung der während der Forschung nach neuen Neuroleptika synthetisierten Substanz Imipramin (Tofranil). In den folgenden Jahren kamen viele ähnliche "trizyklische" Antidepressiva auf den Markt (u. a. Amitriptylin / Saroten). Trotz umfangreicher Studien und biochemischer Untersuchungen gibt es bis heute keine überzeugende Theorie zur Wirkungsweise und Wirkung der Antidepressiva. Während früher nur schwere "endogene" Depressionen als Indikation für Antidepressiva galten, werden heute verschiedene Syndrome mit Antidepressiva behandelt. Leider gibt es für die vielen verschiedenen Antidepressiva keine Hinweise bei welcher Art von Depression sie jeweils am besten wirken. In vielen Arzt-Patienten Beziehungen scheinen Antidepressiva eine positive Bedeutung zu haben, die irgendwo zwischen Plazebo und unspezifischer Beeinflussung des Gehirnstoffwechsels liegt. In den letzten Jahren wurden in den USA vermehrt Antidepressiva entwickelt, die auch als "Lifestyle" Medikamente angesehen werden (z. B. Prozac). Als Wirkungsmechanismus der Antidepressiva wird eine Erhöhung von Serotonin und/oder Noradrenalin im Gehirn postuliert. Diese Neurotransmitter sollen bei Depressionen angeblich vermindert sein.

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DIE BENZODIAZEPINE

Potenz. Es gibt eine Vielzahl von Benzodiazepinen . Sie sind charakterisiert durch große Unterschiede in ihrer Potenz, so dass wirkungsäquivalente Dosen bis zu einem Faktor von 20 variieren. So sind z.B. 0,5 Milligramm (mg) von Alprazolam (Tafil) in etwa äquivalent zu 10 mg Diazepam (Valium, Faustan). Das heißt, eine Person, die 6 mg Alprazolam pro Tag einnimmt, eine Dosis, die nicht selten in den USA verordnet wird, müsste das Äquivalent von 120 mg Diazepam pro Tag einnehmen, um die gleiche Wirkung zu erzielen, also eine extrem hohe Dosis. Diese Unterschiede in Potenz werden nicht immer ausreichend von Ärzten bedacht und zahlreiche Kollegen würden diese Angabe von Äquivalenz-Dosen nicht akzeptieren wollen. Wie dem auch sei, Menschen, die hochpotente Benzodiazepine wie Alprazolam, Lorazepam (Ativan, Tavor) oder Clonazepam (Rivotril) einnehmen, neigen dazu, relativ hohe Dosen zu verwenden. Die Unterschiede in Potenz/Stärke ist von größter Bedeutung, wenn es darum geht, während einer Entwöhnungsprozedur eine Umstellung auf ein anderes Benzodiazepin in der Regel auf Diazepam zu vollziehen, so wie das im folgenden Kapitel beschrieben wird.

Eliminationsrate. Benzodiazepine unterscheiden sich auch sehr stark im Hinblick auf ihre Metabolisierungsrate (in der Leber) und der Elimination aus dem Körper (über den Urin) . So beträgt z.B. die Halbwertszeit (Zeitspanne innerhalb der die Blutkonzentration um die Hälfte fällt) für Triazolam (Halcion) nur 2-5 Stunden, während hingegen die Halbwertszeit für Diazepam 20-100 Stunden beträgt und die seiner Abbauprodukte (Metaboliten) (z.B. Desmethyldiazepam) 36-200 Stunden dauern kann. Das bedeutet, dass nach Einnahme einer Einzeldosis die Hälfte von wirksamem Diazepam und seiner Metaboliten noch 8 Tage später im Blut nachweisbar sind. Dies hat zur Folge, dass es bei täglicher Einnahme derartig langwirksamer Medikamente zu einer Akkumulation der Substanz im Körper kommt, und dass sich insbesondere bei höheren Dosierungen große Mengen der Substanz im Körper ansammeln können, im Falle der Benzodiazepine insbesondere im Fettgewebe und anderen sog. lipophilen Geweben wie z.B. das Gehirn. Darüber hinaus kommt es zu großen interindividuellen Variationen im Hinblick auf die Metabolisations- und................

Mehr Infos Hier..!

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Ein Beitrag in der ARD-Sendung

"Ratgeber Recht"

zum Thema Psychiatrie.

Es wird anhand von Fallbeispielen gezeigt, wie leicht man in Deutschland

 in die Fänge der Psychiatrie gelangen kann.

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Geht es dir/Ihnen ähnlich wie im Video oben...

wir setzen uns für Dich ein.....

MIPE wir melden uns zu WORT!

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Unterbringung und Zwangsbehandlung

Eine Nachfrage bei den Vormundschaftsgerichten

von Prof. Dr. Wolf Dieter Narr,
und Wiss. Mitarbeiter Thomas Saschenbrecker, Berlin

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